Die Krankenversicherung in der Elternzeit

01.April 2009

Die Geburt und die anschließende ersten Monate mit dem eigenen Kind sind für die meisten Menschen einschneidende Erlebnisse. In der Regel geht ein Elternteil nach der Niederkunft des Kindes in Elternzeit. Diese gilt bis zur Vollendung des dritten Lebensjahrs des Nachwuchses, in der der Elternteil, der in die Elternzeit geht, von seiner Arbeit freigestellt wird. Die Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin schriftlich beim Arbeitgeber eingereicht werden. Die Freistellung zieht gleichzeitig einen Verzicht auf das Einkommen nach sich. Wer möchte, kann eine Teilzeitbeschäftigung in einem Rahmen von bis zu 30 Stunden in der Woche nachgehen. Schwierig wird es beim Thema Elternzeit oft dann, wenn sich die Frage nach der Krankenversicherung stellt, denn das herrschende System ist recht unübersichtlich.

 

Obwohl der Elternteil in Elternzeit kein reguläres Einkommen hat, muss natürlich für die Krankenversicherung gesorgt sein. Pflichtversicherte Arbeitnehmer sind in der Elternzeit kostenfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, sofern der Ehepartner gesetzlich versichert ist. Das Kind wird ebenfalls beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen. Besteht keine Möglichkeit, sich über den Ehepartner zu versichern, fallen geringe Beiträge an.

War der Elternteil in Elternzeit privat versichert, muss er dies auch weiterhin bleiben. Ein Wechsel in die gesetzliche Versicherung ist nicht möglich, auch Familienversicherungen werden von den privaten Kassen nicht angeboten. Die Beiträge müssen ohne Unterbrechung weiterhin gezahlt werden. Ausnahmen sind auf Antrag möglich, vor allem bei Alleinerziehenden. Auch für das Elterngeld muss ein entsprechender Antrag bei der privaten Krankenversicherung gestellt werden. Geht der vormals privat Versicherte während der Elternzeit einer Teilzeitbeschäftigung nach und verringert sich dadurch das Einkommen in der Art, dass es unter die Beitragbemessungsgrenze fällt, so steht der Weg in die gesetzliche Versicherung wieder offen.

Ist der Elternteil in Elternzeit gesetzlich versichert, der Ehepartner dagegen privat, so bemisst sich der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung an der Hälfte des Einkommens, allerdings nur im Rahmen der geltenden Höchstsätze.

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