Die dokumentierte Patientenaufklärung

25.April 2009

Jeder medizinische Eingriff ist eine Körperverletzung- auch dann, wenn dieser als notwendige Konsequenz aus dem Befund resultiert. Es liegt also im Interesse des Arztes, den Patienten über alle Risiken aufzuklären und sich dessen Einverständnis zu sichern. Oftmals jedoch reicht die Aufklärung nicht aus, und der Patient weiß nicht über alle Risiken Bescheid. Entsprechend kann er seine Entscheidung gegen oder auch für einen Eingriff nicht auf der Basis eines fundierten Wissens treffen. Verschiedene Herausgeber bieten deshalb Bögen zur dokumentierten Patientenaufklärung an.

 

Die Bögen zur dokumentierten Patientenaufklärung sollten ergänzend zu der Aufklärung durch den Arzt gelesen werden. Diese Bögen sind zweiteilig aufgebaut. Der erste Teil enthält alle wissenswerten Informationen zu dem bevorstehenden Eingriff. Hier wird der Nutzen erläutert, jedoch auch auf mögliche Risiken oder Folgeerkrankungen eingegangen. Im zweiten Teil befindet sich die Dokumentation. Nach der vollständigen Lektüre des Informationsteils kann der Patient durch seine Unterschrift dokumentieren, dass er über alle den Eingriff betreffenden Komponenten aufgeklärt wurde. Dieser Teil wird dem Arzt übergeben, der ihn der Patientenakte beifügt. Ergeben sich aus dem Informationsteil weitere Fragen, sollte der Patient seinen Arzt gezielt darauf ansprechen. Erst wenn er sich hinsichtlich aller Belange umfassend informiert fühlt, sollte er dem Eingriff zustimmen.

 

Die dokumentierte Patienteninformation dient sowohl dem Patienten als auch dem Arzt. Entwickelt wurde sie aufgrund der oftmals mangelhaften Aufklärung und der daraus folgenden Rechtsstreits. Entwickelt werden sie von renommierten Ärzten. Bislang sind Patienteninformationen zu über 700 Eingriffen und Behandlungen erhältlich.

 Die Bögen informieren den Patienten umfassend und nachhaltig, andererseits sichern sie den Arzt gegenüber dem Patienten ab. Jeder Patient kann und sollte seinen Arzt nach den Patienteninformationen fragen. Die umfassende Aufklärung ist das Recht des Patienten, gleich welcher Krankenkasse er angehört. Viele der Patienteninformationen sind inzwischen auch frei erhältlich, so dass Patienten sich diese bestellen können, ohne den Arzt bitten zu müssen.

Artikel gespeichert unter: Wissenswertes

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Juli 2017
M D M D F S S
« Apr    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Versicherung s Werbung

Aktuelle Artikel