Lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung zum neuen Jahr?

19.Januar 2009

Zumindest bei der gesetzlichen Krankenversicherung hat ab dem 01. Januar 2009 der Beitragswirrwarr ein Ende. Gesetzlich wurde geregelt, dass der Beitragssatz einheitlich 15,5 Prozent beträgt. Die Arbeitgeber müssen davon 14,6 Prozent entrichten und die restlichen 0,9 Prozent trägt der Arbeitnehmer. Wer über der Pflichtversicherungsgrenze von 48.150 Euro Jahreseinkommen liegt, kann als Akademiker in die private Krankenversicherung wechseln. Ob es bei den 15,5 Prozent Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung langfristig bleibt, oder ob dieser Satz angehoben wird, können selbst Experten nicht beantworten. Gesundheitspolitiker können auf diese Frage ebenfalls nicht antworten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der neu eingeführte Gesundheitsfonds in der Praxis bewährt. Skeptiker sind von der Effektivität dieses bürokratischen Monsters alles andere als überzeugt. Alle Arbeitnehmer und Akademiker die bisher Mitglieder bei einer günstigen gesetzlichen Krankenkasse waren, müssen nun für ihren Gesundheitsschutz tiefer in die Geldbörse greifen. So betrug bei der Techniker Kasse bisher der Beitragssatz 13,8 Prozent für einen freiwillig Versicherten. Das waren 596,63 Euro pro Monat. Ab dem Januar 2009 müssen nun über 20 Euro mehr an die gesetzliche Krankenkassen überwiesen werden. Kein Wunder, dass sich bei einer derartigen Konstellation nochmals viele Akademiker die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse, oft aus Gründen der Solidarität, verblieben sind einen Wechsel in die private Krankenversicherung anstreben.

 

Die privaten Krankenkassen bieten mehr Leistung und Komfort. Diese Tatsache räumen selbst die gesetzlichen Krankenversicherer freimütig ein. Doch derartige zusätzliche Leistungen haben ihren Preis. So sollten sich Familienväter den Wechsel in die private Krankenversicherung sehr gut überlegen und kalkulieren. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Ehegatten und Kinder, wenn sie über kein eigenes Einkommen verfügen, gratis krankenversichert. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen muss jeder Versicherungsnehmer einzeln einen Vertrag abschließen und dafür Beiträge zahlen. Auch fallen die Beiträge bei einer privaten Krankenversicherung nicht einheitlich aus. Je nach Gesundheitszustand gestaltet sich der Tarif für einen Versicherungsnehmer. Ältere Versicherte müssen mehr Geld für ihre private Krankenversicherung aufwenden.

Artikel gespeichert unter: Wechsel der Krankenversicherung

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