Pflege ist auch eine Frage der richtigen Wohnform

06.November 2008

In jungen Jahren macht sich kaum jemand Gedanken darüber, wie er in fortgeschrittenen Alter einem wohnen will, wenn es gesundheitlich langsam bergab geht. So lange man noch fit und voll einsatzbereit ist, besteht auch wenig Anlass sich darüber zu sorgen, ob man noch mehrere Stockwert Treppen steigen kann und ob das Badezimmer auch mit einem Rollstuhl benutzbar ist. Dabei sind dies durchaus wichtige Punkte, die später dabei helfen können, im Alter möglichst lange selbstständig zu bleiben. Es gibt dabei inzwischen Wohnformen für alle möglichen Zwecke und Altersgruppen, die dabei helfen, durch Alter und Krankheit entstandene Defizite auszugleichen. Laut einer aktuellen Umfrage sind diese Angebote jedoch zwei Dritteln der Bevölkerung völlig unbekannt. Auch hat sich von dieser Gruppe noch keiner je Gedanken darüber gemacht, ob und was für ihn später einmal als Alterswohnsitz in Betracht käme. Das es zwischen den Wohnformen Altersheim, betreutem Wohnen und eine Pflegeheim gravierende Unterschiede gibt, ist ebenfalls den meisten nicht bekannt. Das verwundert nicht bei den jüngeren Befragten, die ja noch weit entfernt davon sind, dass das Alter einmal zu Kompromissen beim Wohnen zwingen könnte. Aber auch die Middelagers beschäftigen sich überraschender Weise nicht mit ihrer dann nicht mehr so ganz fernen Zukunft als Senior, der vielleicht auf Pflege oder wenigstens Hilfe angewiesen sein könnte. Eine Alternative, die in den letzten Jahren immer populärer wird, ist zum Beispiel die Seniorenwohngemeinschaft. Während Wohngemeinschaften bei jungen Menschen auch heute noch recht weit verbreitet sind, hat sich diese eigentlich naheliegende Idee, die Vorteile des gemeinsamen Wohnens auch im Alter zu nutzen, erst in jüngerer Zeit durchgesetzt. Gerade eine solche Wohnform muss man jedoch beizeiten planen und vorbereiten. Es ist mit erheblichem Zeitaufwand verbunden, die passenden Mitbewohner zu finden und die Organisation zu stemmen. Daher sollte man sich darum bereits kümmern, wenn man eigentlich noch nicht auf die Unterstützung anderer angewiesen ist.Konfrontiert mit ihrem Informationsdefizit gibt die Mehrheit der Befragten der genannten Studie an, das über diesen Problemkreis besser informiert werden sollte. Beratung zu Wohnformen im Alter bieten nicht nur die Gemeinden, sondern auch die gesetzlichen und die privaten Krankenkassen. Gerade letztere haben ein vitales Interesse daran, dass ihre Kunden möglichst lange ohne teure Pflege auskommen.

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