Lohnt sich ein Krankentagegeld für Akademiker?

20.November 2008

Die Höhe des Krankentagegeldes festzulegen ist alles andere als einfach. Befindet sich der privat krankenversicherte Akademiker in einem Angestelltenverhältnis ist die unproblematisch. Handelt es sich bei dem Akademiker jedoch um einen Selbständigen oder Freiberufler, was in der Gruppe der Höhergebildeten öfter vorkommt, wird es schwer! Zunächst muss geprüft werden, wie hoch der tatsächliche Verdienstausfall im Monat wäre, wenn der selbständige Akademiker sich im Krankenhaus befindet. Die beste Hilfestellung bietet in solchen Fällen der Steuerberater. Er kennt die Situation seines Mandanten am besten und kann sie, im Gegensatz zu dem Betroffenen selbst, neutral einschätzen. Eine weitere Schwierigkeit ist es, festzustellen ab wie vielen Tagen wenn der selbständige Akademiker arbeitsunfähig ist ein Einnahmeausfall entsteht. Es ist grundsätzlich wenig hilfreich aufgrund einer eigenen Schätzung festzulegen, dass ab dem so und so vielten Tag das Krankentagegeld gezahlt werden soll. Derart pauschal abgeschlossene Versicherungen haben zwei große Nachteile für den selbständigen Akademiker: Das Krankentagegeld wurde nicht risikogerecht abgeschlossen und die Beiträge dafür verursachen monatlich sehr hohe Kosten! Eine eigentlich überflüssige Versicherung ist die Verdienstausfallversicherung, wird sie jedoch mit einem Krankentagegeldversicherung kombiniert, macht sie Ausnahmsweise Sinn. Gerne raten die Versicherungsfachleute den Selbständigen und Freiberuflern zu einer Basisabsicherung. Natürlich ist diese nur mit einer hohen Krankentageversicherung zu erreichen. Meistens sind derartige Optionen an die Bedingung gekoppelt, dass eine Karenzzeit über einem Jahr beträgt. Wieso gibt es diese seltsam anmutende Regelung? Ganz einfach: Der Versicherer kann den Krankentagegeldversicherten in die Berufsunfähigkeitsversicherung überleiten und es tritt für ihn nicht der Versicherungsfall ein. Derartige Verträge sind wenig sinnvoll! Ein weiteres Problem ist, wenn bereits eine Krankentagegeldversicherung besteht und der versicherte Akademiker will diese mit einer zweiten Police von einer anderen Versicherungsgesellschaft aufstocken. Dazu muss er sich die Zustimmung der als ersten bezogenen Versicherung einholen. Versagt diese ihre Zustimmung, kann er den Vertrag nicht abschließen! Der ursprüngliche Versicherer der Krankentagegeldversicherung hat sogar das Recht, den Vertrag einseitig zu kündigen. Aus diesem Grund sollte eine Krankentagegeldversicherung mit größter Gründlichkeit ausgesucht werden!

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