Bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) kommt es vor dem Abschluss auf einen umfassenden und guten Vergleich an

01.August 2008

Eine Vielzahl der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben trotz der kürzlich erfolgten Gesundheitsreform ihre Beiträge steigen lassen. Ebenso sind einige der privaten Krankenversicherungen bei den Beiträgen gestiegen und sind somit um einiges teurer für den oder die Versicherten geworden. Wenn man davon betroffen ist, dann kann man ein juristisch fixiertes Kündigungsrecht in Anspruch nehmen. Das ist die Möglichkeit für einen Versicherten, die  private Krankenversicherung zu wechseln oder auch für einen gesetzlich Versicherten, der Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse ist, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Klar ist: Kein Mensch liegt gerne im Krankenhaus. Daher ist es wichtig, dass man sich im Falle des Falles im Krankenhaus auch wohlfühlt und die Gewissheit zudem hat, die beste medizinische Versorgung zu erhalten, die einem als Privatpatient auch definitiv zu steht. Man kann sich von jeder privaten Krankenversicherung in der Regel kostenlos und unverbindlich beraten lassen und so die privaten Krankenversicherung finden, die de facto die günstigste und individuell gesehen die beste private Krankenversicherung ist. Man muss genau eruieren, ob sich ein Wechsel für einen persönlich auf jeden Fall lohnt. Dabei bleibt die Gretchenfrage bestehen: Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Mehr als sechs Siebtel der deutschen  Bevölkerung sind in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Alle Anderen haben das Glück, dass sie sich frei entscheiden können, ob sie sich  bei einem Versicherer privat versichern wollen. Für eine Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung sprechen unumstößlich die Leistungen, die in den Tarifen fest gelegt werden. Man hat viele Vorteile als Privatpatient, wenn man im Krankenhaus untergebracht werden muss, zum Beispiel das Recht auf eine persönliche Behandlung durch den Chefarzt oder auf die eine Unterbringung im Einbett- oder Zweibettzimmer. Zudem hat man bei einer privaten Krankenversicherung auch die Option, dass man seine Kinder im Fall eines notwendig gewordenen stationären Aufenthalts begleiten kann. Wenn man es in seinem Tarif bei der privaten Krankenversicherung verankert, kann man auch eine so genannte Kostenübernahmeerklärung zur Unterbringung in seinem Vertrag fixieren lassen. Außerdem bieten mehr und mehr Versicherer, die eine private Krankenversicherung an den Mann bringen wollen, attraktive Modelle für Azubis, Studenten und Schüler an. Ein weiterer Vorteil einer privaten Krankenversicherung und immer abhängig vom gewählten Tarif ist es, dass die private Krankenversicherung nicht bloß die Kosten erstattet, sondern man darf sich einer besonderen Behandlung beim Besuch seines Arztes gewiss sein, denn die privaten Krankenversicherungen bezahlt die ärztlichen Leistungen um einiges besser als dies bei den gesetzlichen Kassen der Fall ist. So ist es auch kein Wunder, dass man im Warteraum beim Arzt nur kurz Platz nehmen muss, wenn man den Vorteil genießt, Privatpatient zu sein. Als Mitglied in einer privaten Krankenversicherung wird in den meisten deutschen Praxen die Wartezeit durch diesen Status um einiges verkürzt. Ob man aber wirklich in eine private Krankenversicherung wechseln sollte und ob diese die bessere Wahl ist, hängt besonders davon ab, wie es mit der persönlichen beruflichen und privaten Lebensplanung aussieht. Will man zum Beispiel bald mit einem Familienzuwachs planen, muss man das in seine Überlegungen mit einbeziehen. Kinder kann man bei einer Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung mit einem zusätzlichen Betrag mit versichern lassen. Wenn die Kinder dann eine Ausbildung beginnen oder ein Studium in Angriff nehmen, werden sie  in der Regel selbst versichert. Hat man allerdings vor, mindestens drei Kinder zu bekommen und/oder will der Partner in dem Fall dann aufhören zu arbeiten, so ist man in einer gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel besser abgesichert. Summa summarum kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung in der Regel am ehesten für Selbstständige Freiberufler, besser verdienende Angestellte wie zum Beispiel Akademiker, Künstler und Beamte eine überlegenswerte Lösung sein kann. Man muss auch immer darüber nach denken, was passiert, wenn man aus irgendeinem Grund auf ein Mal berufsunfähig wird. Was macht man denn dann? Statistisch gesehen passiert es jedem fünfte Angestellten, dass er bedingt durch einen Unfall und/oder eine Krankheit in Frührente gehen muss, da er durch das Resultat seines Unfalls bzw. der  Krankheit den eigenen Lebensunterhalt bis hin zur Rente nicht mehr selbst bestreiten kann. Ist man vor dem Jahr 1961 geboren, sollte man definitiv eine so genannte Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. In Deutschland gibt es nämlich den Anspruch auf eine Rente bei Berufsunfähigkeit nicht mehr, und daher kann man schnell ohne eine zusätzliche private Absicherung in eine finanzielle Bredouille geraten, keine Frage. Der Prozentsatz der Fälle von Berufsunfähigkeit (BU), die durch Unfälle hervor gerufen wird, ist eher gering, wie die Untersuchungen der privaten Krankenversicherung aufzeigen. Primär handelt es sich bei den meisten BU um Fälle von Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beschwerden und auch zu großen Teilen um nervliche sowie psychische Erkrankungen. Ebenfalls führen viele Tumorerkrankungen sowie innere Krankheiten zu einer BU und zwingen den Arbeitnehmer so, dass er ein verfrühtes Ausscheiden aus dem Berufsleben in Kauf nehmen muss. Zusätzlich zu einer Krankheit ist man bei einer BU auch noch zu allem Überfluss von finanziellen Sorgen geplagt, wenn man keine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) abgeschlossen hat. Daher sollte man auf jeden Fall eine BUV abschließen, weil klar sein sollte, dass man mit einer rechtzeitigen sowie ausreichenden Absicherung gut für den Fall der Fälle abgesichert ist. Das sollte bei einem Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung auf keinen Fall vernachlässigt werden. Um zu wissen, welche Optionen man hat, um für den Fall der Fälle ausreichend und wirklich gut abgesichert zu sein, sollte man über die so genannte selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Zusatzversicherung bezahlt dann den Lebensunterhalt des Versicherten, wenn man seine berufliche Leistung nicht mehr bringen kann. Eine zusätzliche Option, um sich ausreichend ab zu sichern, kann eine so genannte BUV mit Kapitalaufbau sein, welche man am Ende der Laufzeit ausgezahlt bekommt und damit zugleich eine Altersvorsorge in den Händen hat, weil man sich nicht nur gegen BU abgesichert hat, sondern auch ebenfalls noch für das Alter vorsorgt. Egal ob man eine pure Berufsunfähigkeitsversicherung  abschließt oder ob man eine Zusatzversicherung im Rahmen einer privaten Krankenversicherung oder in Form von einer Lebensversicherung abschließt, man kann Absicherung für kleine Beiträge bekommen und hat damit für eventuell Notfälle für das eigene Wohlergehen Vorsorge getroffen. Welche  Absicherung man will und ob die eigene private Krankenversicherung ausreichend ist, sollte man von einem Fachmann  überprüfen lassen.

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