Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen sind Pflicht – nicht nur bei den privaten Krankenversicherungen, sondern nunmehr auch bei den gesetzlichen Krankenversicherungen

03.Juli 2008

Seit dem letzten Jahr müssen die Versicherten, die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, der Verpflichtung nachkommen, sich in Bezug auf die Normen und Bestimmungen bezüglich Vorsorgeuntersuchungen umfassend zu informieren. Zuallererst ist eine Beratung über die Vorsorgeuntersuchungen seit 2008 Pflicht; im Anschluss an diese Beratung kann dann jeder Versicherte selbst entscheiden, ob man an einer solchen Vorsorgeuntersuchung teilnehmen will. Durch diese Regelung soll gewährleistet werden, dass die Versicherten zur Genüge über die Risiken aufgeklärt werden, falls sie nicht an einer Vorsorgeuntersuchung teil nehmen. Sollte man auf eine Vorsorgeuntersuchung verzichten,  trägt der Versicherte die eventuellen Folgen zu einem größeren Teil selbst, wenn er  Beratung durch die Krankenversicherung und seinen Hausarzt auf eine Vorsorgeuntersuchung verzichtet. Die neuen Regeln der Krankenversicherungen bezüglich Vorsorgeuntersuchungen sind für alle Frauen bindend, die nach dem 1. April 1987 zur Welt gekommen sind. Diese Frauen haben die Verpflichtung, sich binnen von 24 Monaten von ihrem Hausarzt über Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs beraten zu lassen. Es ist mittels der Krankenversicherungen geregelt, dass eine Vorsorgeuntersuchung bereits ein Informationsgespräch des Arztes mit der Patientin mit sich trägt. Jedem Patienten kann nur dazu geraten werden, die Pflicht der Beratung im Rahmen seiner Krankenversicherung auf jeden Fall ernst zu nehmen. Denn wenn man dieser Pflicht nachweislich nachkommt, muss man bei einer Erkrankung weniger Eigenanteil tragen, als wenn man auf eine Beratung verzichtet. Leider ist es momentan noch Fakt, dass eine Vielzahl der gesetzlich Versicherten die Beratung durch ihre Krankenversicherung und durch ihren Hausarzt nicht nachkommt. Dies liegt daran dass sie nur unzureichend darüber informiert sind, wie es in Bezug auf ihre Rechte im Rahmen der Krankenversicherung aussieht und weil die Versicherten dem Irrglauben unterliegen, dass auch bei einem Informationsgespräch die Praxisgebühr zu entrichten ist. Dem ist aber nicht so, denn die gesetzlichen Krankenversicherungen haben sich darauf verständigt, dass weder bei einer relevanten Vorsorgeuntersuchung noch bei der anfallenden Beratung Mehrkosten für den Patienten entstehen dürfen. Die neue Regelung in Bezug auf die Pflicht zur Vorsorgeuntersuchung bei den gesetzlichen Krankenversicherungen soll einen neuen Anreiz für die Versicherten bieten, um die Untersuchungen und die Beratung wahrzunehmen, da dieser Regelung folgender Umstand zum Tragen kommt: Dauerkranke, die permanent ärztliche Betreuung brauchen, besitzen bei den Zuzahlungen das Recht, auf eine halbierte Belastungsgrenze Anspruch zu stellen, allerdings nur dann,  wenn sie nachweisen können, dass sie sich bereits vor ihrer Erkrankung über die betreffenden Vorsorgeuntersuchungen einer Beratung unterzogen haben.

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