Die Antragstellung bei der privaten Krankenversicherung

29.Dezember 2008

Wer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sollte sich für die Wahl einige Zeit lassen. Bevor die Entscheidung für einen Versicherer fällt, sollte dessen Leistungen genauestens überprüft werden. Das Angebot sollte dem monatlichen Beitrag entsprechen.Wie auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung muss vor der Aufnahme bei der privaten Krankenversicherung ein Aufnahmeantrag gestellt werden. Da die private Krankenversicherung die Aufnahme ablehnen kann, sofern der Versicherte ein großes Versicherungsrisiko darstellt, beinhaltet der Aufnahmeantrag viele Fragen zu Vorerkrankungen. Diese müssen wahrheitsgemäß und ausführlich beantwortet werden. Bewusste Unterschlagungen können bei einer späteren Folgeerkrankung ein Nichteintreten der Kasse zur Folge haben. Welche Erkrankungen relevant sind und welche nicht, entscheidet der Versicherer. Ein Nichtbeantworten der Fragen bedeutet eine Verneinung. Bei Unklarheiten darf der Versicherer relevante Unterlagen vom behandelnden Arzt einfordern.

Der Versicherer muss in den ersten sechs Wochen nach Antragseingang keine Kosten übernehmen. Diese sechs Wochen beinhalten die gesetzliche Widerrufs- und Widerspruchsfrist. Der Antragsteller ist in diesen sechs Wochen demnach gebunden. Um das Risiko, ohne Versicherungsschutz zu sein, zu umgehen, sollte die alte Versicherung erst nach Annahme des Antrags und Aushändigung der Police gekündigt werden. Nach Annahme des Antrags folgt eine Wartezeit, die in der Regel drei Monate beträgt. Bei Unfällen entfällt diese Wartezeit, auch bei Kinder- oder Ehegattennachversicherung muss keine Wartezeit eingehalten werden. Eine Verkürzung der Wartezeit wird nur dann gewährt, wenn ein schriftlicher Antrag zum Wartezeiterlass eingeht. In diesem Fall beginnt der Versicherungsschutz mit dem Eingang des ärztlichen Befunds.

Die private Krankenversicherung darf den Antrag binnen der sechswöchigen Frist ohne eine Angabe von Gründen ablehnen. Dies erfolgt in der Regel dann, wenn das Versicherungsrisiko als zu groß erscheint, das Versichern des Antragstellers demnach sehr hohe Kosten verursachen könnte. Erhält der Antragsteller kein Antwortschreiben innerhalb der sechs Wochen, gilt der Antrag ebenfalls als abgelehnt. Jede Vertragsschließung bedarf einer schriftlichen Aufnahmebestätigung.

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