Änderungen ab 2009 bringen viele Selbstständige und Freiberufler zu der Überlegung, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln.

04.August 2008

Die nächste Gesundheitsreform wirft ihre Schatten schon weit voraus. Unter anderem wird es ein Krankentagegeld für Freiberufler in der gesetzlichen Krankenversicherung geben. Bedingt durch die Gesundheitsreform wird es so einige Veränderungen geben, denn außer einem einheitlichen Beitragssatz für sämtliche Versicherung ab dem kommenden Jahr 2009 müssen sich primär die Freiwilligen in den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) wie Freiberufler, Künstler oder Selbstständige zum Beispiel auf Änderungen einstellen. Ab Januar 2009 bekommen diese Personen kein Krankentagegeld mehr. Der bislang gültige Anspruch auf eine Weiterzahlung des Lohns bei einem Krankheitsfall wird durch die Gesundheitsreform am 31.12.2008 ein Ende gesetzt. Es gibt aber auch Ausnahmen, und die sind darin zu finden, dass ein Versicherter in einen so genannten Wahltarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung wechseln kann, denn die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten schon seit April 2007 die Option, als Versicherter in einen Wahltarif zu wechseln. Zu diesen Tarifen sind gewisse  Tarife zu zählen, die besondere Versorgungsarten wie die Teilnahme an gewissen Versorgungsverträgen beinhalten. Die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten zudem auch noch so genannte Selbstbehalttarife in einer gewissen Höhe und einen so genannten Kostenerstattungstarif an. Sämtliche gesetzliche Krankenversicherungen sind verpflichtet, müssen ihren Mitgliedern besondere so genannte Hausarzttarife an zu bieten. Hierbei ist die Teilnahme an diesen Modellen immer auf einer freiwilligen Basis für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Der negative Aspekt im Bereich der Wahltarife ist, dass man eine vertraglich Bindung für die Dauer von ganzen drei Jahren eingehen muss und auf ein Sonderkündigungsrecht im Fall einer Beitragsanpassung verzichten muss, so dass das eigentliche Recht, die Kasse zu wechseln, für diese Zeit komplett ausgeschlossen ist. Um dem aus dem Weg zu gehen, bleibt nur die Alternative, bei einer privaten Krankenversicherung eine Zusatzversicherung wie zum Beispiel eine Versicherung im Bereich der Krankentagegeldversicherung ab zu schließen. Man kann aber auch direkt in eine private Krankenversicherung (PKV) wechseln, wenn sich ein Wechsel für einen persönlich denn rechnet und damit lohnt. Klar ist auf jeden Fall, denn dieser Fakt steht unumstößlich fest, dass mehr und mehr Selbstständige, Künstler, Freiberufler, Beamte und besser verdienende Arbeitnehmer wie zum Beispiel Akademiker, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung auf freiwilliger Basis versichert sind, über einen Wechsel in eine der deutschen privaten Krankenversicherungen mehr als nur kurz nachdenken werden. Denn bei einer privaten Krankenversicherung hat man zumindest die Gewissheit, seinen Tarif selbst definieren zu können. Somit bestimmt man als Mitglied einer privaten Krankenversicherung durch die Wahl der Leistungen, die man in den Tarif aufnehmen will, die Höhe der monatlichen Beiträge selbst, die man an seine private Krankenversicherung zahlen muss. Als Faustregel gilt: Je umfangreicher die Leistungen in der privaten Krankenversicherung sind, umso höher sind die monatlichen Beiträge, die man an seine private Krankenversicherung zahlen muss. In einer gesetzlichen Krankenversicherung hat man diese Einflussmöglichkeiten nicht, da ist man von den Bestimmungen, die gelten, abhängig. Summa summarum ist es also definitiv kein Wunder, dass mehr und mehr Versicherte in Deutschland einen Wechsel in eine PKV in Betracht ziehen, auch wenn sie man höhere Monatsbeiträge an die private Krankenversicherung zahlen muss.

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