Krankenversicherung für Kinder

01.März 2009

In Deutschland werden die Kinder von gesetzlich versicherten Eltern automatisch und kostenfrei mitversichert. Sie erhalten eine eigene Versichertenkarte und können alle Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse in Anspruch nehmen. Über die Jahre hinweg trägt die Gemeinschaft der Versicherten also einiges an Kosten für die Kinder, die zwar versichert sind, jedoch keine monatlichen Beiträge leisten. Die Kinder von privat versicherten Eltern dagegen benötigen eine eigene private Krankenversicherung, die monatlich bis zu 130 Euro kosten kann. Viele Menschen, die gut verdienen und über der Bemessungsgrenze liegen, bleiben daher lieber gesetzlich versichert um die Kosten für die Kinder zu sparen.

 

Schwierig wird es dann, wenn ein Elternteil privat und der andere gesetzlich versichert ist. Hier wird der Nachwuchs nur dann kostenfrei in der gesetzlichen Versicherung aufgenommen, wenn das monatliche Einkommen des privat versicherten Elternteils nicht über dem des gesetzlich versicherten Elternteils liegt. Zudem darf das Einkommen eine festgelegte Grenze nicht überschreiten. In den meisten dieser Fälle muss das Kind demnach ebenfalls privat krankenversichert werden.

 

Sobald das Kind eigene Einkünfte von über 355 Euro bezieht, muss es für die Versicherung aufkommen. Dann fallen monatliche Beitragsgebühren von rund 120 Euro an. Als eigene Einkünfte gelten hier auch Halbwaisenrente oder Zinserträge aus Festgeldern. Bei älteren Kindern ist die Ausübung eines 400-Euro-Jobs möglich, ohne dass es eigenständig versichert werden muss.

 

Auch bei Trennungen und Scheidungen stellt sich oft die Frage nach der Krankenversicherung. Bei welchem Elternteil das Kind krankenversichert ist, liegt an den bei der Scheidung festgelegten Konditionen. Erhält ein Elternteil das alleinige Sorgerecht, wird der Nachwuchs in der Regel auch über dieses krankenversichert. Andere Regelungen können bei geteiltem Sorgerecht recht frei getroffen werden, vor allem dann, wenn ein Elternteil privat versichert ist und die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung des Kindes zu tragen bereit ist. Bei wem das Kind dann krankenversichert ist, kann frei entschieden werden. Diese Absprachen sollten jedoch vertraglich festgehalten werden, um spätere Ansprüche geltend zu machen. In der Regel erleichtert es vieles, wenn der Nachwuchs auch bei dem Elternteil mitversichert ist, bei dem es die meiste Zeit verbringt.

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