Was bringt die anstehende Gesundheitsreform für die Mitglieder, die in einer privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind?

08.August 2008

Die bald anstehende neue Gesundheitsreform bringt eine Hülle und Fülle von Veränderungen mit sich, die sich auch auf den Sektor der privaten Krankenversicherung (PKV). Wechselt man nämlich zum Beispiel nach der Reform seine private Krankenversicherung (PKV), muss man bei der neuen PKV erst einmal im Basistarif verweilen. Dieser Basistarif birgt aber bloß nur einen Versicherungsschutz, der mit dem Tarif vergleichbar ist, der in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gültig ist. Der Versicherte muss also während der so genannten Mindestverweildauer von 18 Monaten auf seine bisherigen Vorteile als Privatpatient verzichten. Zudem soll der monatliche Beitrag, der für den Basistarif fällig wird, wohl um die 500 Euro angesiedelt sein, so dass er dadurch um einiges teurer sein wird als andere Tarife, und das, obwohl der Übertragungswert angerechnet wird. Auch auf Grund dieser Tatsache werden wohl nicht besonders viele Privat Versicherte ihre private Krankenversicherung (PKV) im ersten Halbjahr 2009 wechseln, das wird es wohl definitiv nicht geben, denn darauf zu warten, einen Anteil seiner Alterungsrückstellung bei einem Wechsel in die neue private Krankenversicherung (PKV) zu transportieren, lohnt sich aus oben genannten Gründen nicht so besonders. Ähnlich verhält es sich für besser verdienende Angestellte, wie es zum Beispiel die meisten Akademiker sind, wenn sie Anfang 2009 das erste Mal in eine private Krankenversicherung (PKV) wechseln möchten. Denn wer ab dem kommenden Jahr 2009 das erste Mal Mitglied in einer privaten Krankenversicherung werden will, muss sich mit sehr hohen Beiträgen zufrieden geben, denn die privaten Krankenversicherungen (PKV) werden ab 2009 für ihre Mitglieder deutlich teurer, wenn es um die Höhe der monatlichen Beiträge geht. Bei einem Wechsel der privaten Krankenversicherungen (PKV) kann man die gesparten Alterungsrückstellungen mitnehmen, wenn sie man in eine andere private Krankenversicherung (PKV) wechselt. Das birgt natürlich auch Vorteile. So können zum Beispiel ältere Versicherte ohne Probleme ihre private Krankenversicherung (PKV) wechseln, ohne auf ihre gesparten Altersrückstellungen verzichten zu müssen. Allerdings hat das zudem einen Preis treibenden Effekt, denn nun sind die privaten Krankenversicherungen (PKV) dazu gezwungen, das so genannte Wechselrisiko von Anfang an in die Beiträge mit einzurechnen.

Artikel gespeichert unter: gesetzliche Regelungen

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