Kostenerstattung oder Sachleistungsprinzip?

13.Januar 2009

Viele gesetzlich Versicherte wissen nicht, dass sie bei der Form der Abrechnung zwischen zwei Möglichkeiten wählen können. In der Regel rechnet der behandelnde Arzt oder Zahnarzt seine Leistungen direkt mit der Krankenkasse des Patienten ab. Der Patient erhält die Sachleistungen, die für die Behandlung seines Leidens notwendig sind. Der Versicherte selbst hat nach dem Sachleistungsprinzip keinen Einblick in die auflaufenden Kosten.Alternativ kann der Patient jedoch auch die Kostenerstattung wählen. Dabei erhält er eine Rechnung von seinem Arzt, der nach der amtlichen Gebührenordnung abrechnet. Diese Rechnung kann der Patient dann bei seiner gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Hierdurch erhält der Versicherte einen guten Einblick in die Kosten für seine Behandlung, außerdem kann er kontrollieren, welche Maßnahmen der Arzt abrechnet. Der Arzt kann seinerseits auch Behandlungen vorschlagen, die den Heilungsprozess beschleunigen könnten und hat damit eine größere Flexibilität bei der Betreuung. Jedoch werden nur die Kosten von der Krankenkasse übernommen, die für die medizinische Behandlung notwendig sind und dem Leistungsspektrum der Kasse entsprechen. Darüber hinaus gehende private Anteile des Arztes werden von der Kasse nicht zurückgezahlt. So bleibt der Patient meistens auf einem Teil der Kosten sitzen. Wer über eine Zusatzversicherung verfügt, kann nach der Abrechnung durch die gesetzliche Kasse die Rechnung auch bei der privaten Zusatzversicherung einreichen.

Bei der Kostenerstattung ist zudem Vorsicht geboten, da manche Ärzte diese Freiheit dazu nutzen, teure Behandlungen durchzuführen die nicht unbedingt nötig sind. Gute Ärzte weisen generell auf alternative Behandlungsmöglichkeiten hin und klären den Patienten über die damit verbundenen Kosten auf. Jeder Arzt hat die Möglichkeit, private Leistungen anzubieten und diese direkt mit dem Patienten abzurechnen, ohne dass dieser auf das Prinzip der Kostenerstattung zurückgreifen muss. Vor allem hinsichtlich der gesundheitlichen Vorsorge und bei Zahnbehandlungen werden weiterführende Maßnahmen privat abgerechnet. Hierfür erhält der Patient eine eigene Rechnung, die ausschließlich den privaten Anteil aufführt. Alle anderen Maßnahmen werden wie gewohnt vom Arzt direkt mit der Kasse abgerechnet.

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