Die Leistungen des Ärztetarifes

26.November 2008

Die Halbgötter in weiß sind gern gesehene Kunden der privaten Krankenversicherungen. Auch wenn die Arbeit eines Arztes meistens mit sehr viel Stress verbunden und auf die Dauer alles andere als gesund ist, sind die Ärzte eine Klientel, das für private Krankenversicherungen sehr interessant ist. Zum einen ist der Verdienst von Medizinern alles andere als schlecht, zum anderen haben die Versicherungsgesellschaften weniger Arbeit mit einem versicherten Arzt als mit anderen Berufsgruppen. Viele Ärzte lassen sich oft gratis von einem Kollegen behandeln oder fragen dort bei eigenen Erkrankungen um Rat nach. In der Klinik oder in einer Praxis gibt es immer einen ehemaligen Studienfreund der weiterhelfen kann. Gleiches gilt für die Medikation. Aus eigenen oder Beständen der Klinik kann die notwendige Arznei entnommen werden. Die private Krankenversicherung freut sich: Es fallen durch die Selbsthilfemaßnahmen der Ärzte wenig Kosten an. Trotzdem herrscht bei den Leistungen der privaten Krankenversicherungen für Ärzte ein wahrer Dschungel, der eine Vergleichbarkeit der einzelnen Angebote erschwert. Warum die Leistungen derartige, zum Teil seltsame, Abweichungen haben, können oft selbst die Versicherungsgesellschaften nicht ausreichend erklären. Hier ein paar Beispiele:

  • Verbandsmittel und Arznei:

Bei bestimmten Tarifen für die private Krankenversicherung von Ärzten sind Verbandsmittel und Arzneien ausgeschlossen. Dafür locken die Anbieter mit einem Beitragsnachlass in Höhe von 10 bis 20 Prozent. Das ist wenig, wenn man das erhebliche Risiko einer solchen Regelung in Betracht zieht.

  • Einbett- oder Zweibettzimmer:

Für Privatversicherte ist eigentlich ein Einbettzimmer im Krankenhaus Standard. Doch es gibt Versicherungsgesellschaften die bei ihren speziellen Ärztetarifen das Zweibettzimmer in den Tarif eingeschlossen haben.

  • Zahnersatz

      Hier gibt es auch Unterschiede zwischen den Anbietern von Tarifen für Ärzte. Bei

      den meisten wird die Zahnbehandlung zu 100 Prozent ersetzt. Jedoch   schwanken die Zuzahlungen für Zahnersatz zwischen 75 und 80 Prozent.

  • Stationäres Honorar

Teuer werden kann für einen privat Krankenversicherten Arzt die Regelung des stationären Honorars. Manche Versicherungsgesellschaften haben in ihren Policen diese auf den 3,5 fachen Satz der geltenden Gebührenordnung für Ärzte beschränkt.

Derartige Regelungen sind kritisch zu bewerten, denn sie können dem versicherten Arzt auf Dauer sehr teuer zu stehen kommen!

Artikel gespeichert unter: gesetzliche Regelungen

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