Der Selbstbehalt bei privaten Krankenversicherungen

06.Dezember 2008

Eine private Krankenversicherung gilt in Deutschland als besonders erstrebenswert, denn die privaten Kassen übernehmen die für eine medizinische Versorgung anfallenden Kosten nahezu im vollen Umfang. Vor allem deshalb streben viele Menschen danach, sich privat versichern zu können. Es ist jedoch keineswegs so, dass eine private Krankenversicherung den Geldbeutel entlastet.Privat versicherte Personen kennen die negativen Aspekte einer privaten Versicherung. Während gesetzlich Versicherte keinen Einblick in die abgerechneten Leistungen ihres Arztes haben, da dieser die Kosten direkt mit der Kasse abrechnet, wird dem Privatversicherten die Rechnung nach Hause geschickt. Dieser reicht die Gebühren selber bei seiner Kasse ein und erhält den erstattungsfähigen Betrag zurück. Je nach Aufwand für die Verwaltung und die Überweisung des Geldes dauert es recht lange, bis ihm die Kosten erstattet werden. Der Privatversicherte steht jedoch dem Arzt gegenüber in einer Zahlungspflicht und muss somit in Vorkasse treten.

Darüber hinaus fallen für eine private Krankenversicherung höhere monatliche Kosten an. Junge und gesunde Menschen sind noch recht günstig versichert, doch für Menschen mittleren Alters steigen die Gebühren stark an. Um die monatlichen Kosten ein wenig zu senken, greifen viele privat Krankenversicherte auf einen jährlichen Selbstbehalt zurück. Hierbei handelt es sich um einen festgelegten Betrag, den der Versicherte grundsätzlich selber trägt. Der Selbstbehalt versteht sich als eine selbst zu leistende Beteiligung an den medizinischen Kosten, im Gegenzug senkt die Kasse den monatlichen Beitrag. Wir hoch der Selbstbehalt ausfällt, kann der Versicherte selbst wählen. Werden über den Selbstbehalt hinaus keine weiteren Kosten bei der Kasse eingereicht, erhält der Versicherte eine Beitragsrückzahlung in vertraglich festgelegter Höhe. In der Regel lohnt ein solcher Selbstbehalt, da die Einsparungen durch niedrigere Beiträge diesen wieder auffangen. Beispielsweise kostet die monatliche Versicherung ohne Selbstbehalt 250Euro, mit Selbstbehalt von jährlich 300Euro sinkt der Beitrag auf 200Euro. Der Versicherte spart also auf das Jahr gerechnet trotz des Selbstbehalts 300Euro.

Artikel gespeichert unter: gesetzliche Regelungen

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Juli 2017
M D M D F S S
« Apr    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Versicherung s Werbung

Aktuelle Artikel