Änderungen im Gebiet der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV): Genau Beobachtung ist empfehlenswert und von definitiver Notwendigkeit

25.Juli 2008

Die seit einiger Zeit zu bemerkenden sinkenden Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben mit einer Vielzahl von Veränderungen und einer zwar absinkenden, aber immer noch hohen Arbeitslosigkeit zu tun. Wer dies beachtet und bemerkt, denkt eventuell über einen Wechsel in eine der privaten Krankenversicherungen nach – sofern er die erforderlichen Bedingungen für solch einen Wechsel mit bringt. Denn solange die Konjunktur nicht wieder richtig ansteigt, fehlt Geld im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen. Insbesondere durch die hohe Arbeitslosigkeit  bedingt fehlt Geld, denn die Beiträge von Arbeitslosen, die vom Staat getragen werden, sind niedriger als die Beiträge von Erwerbstätigen. Dieser Umstand wird auch nicht durch Mehreinnahmen aus den Mini-Jobs kompensiert, denn das Finanzierungsfundament der gesetzlichen Krankenversicherung ist und bleibt das traditionelle Vollzeit-Arbeitsverhältnis. Für die gesetzlichen Krankenversicherungen ist es die nächstbeste Lösung, diese fehlenden Einnahmen durch höhere Eigenbeteiligungen wie zum Beispiel das umstrittene Praxisgeld oder durch höhere Zuzahlungen bei der Verschreibung von Medikamenten durch die Versicherten auszugleichen. Kritiker an dieser Methodik der gesetzlichen Krankenversicherung monieren allerdings, dass sich die Spitzengehälter der Vorstände der gesetzlichen Krankenversicherung und der zum Wasserkopf aufgeblähte Verwaltungsapparat der gesetzlichen Krankenversicherung in erster Linie negativ auf die negativen Bilanzen der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgewirkt haben. Schon lange vorbei sind die Zeiten, in denen die einzelnen gesetzlichen Krankenversicherungen monetär aus dem Vollen schöpfen konnten. Ein Argument, dass auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung immer wieder angeführt wird, aber nicht genau übertragbar ist: Der Anteil der Rentner in der deutschen Bevölkerung wächst mehr und mehr, während parallel die Geburtenrate immer mehr sinkt, so dass in Zukunft ein signifikanter Rückgang der Bevölkerungszahlen zu erwarten ist. Daraus resultiert, dass immer weniger junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für immer mehr Rentner aufkommen. Auf den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung kann man dieses Argument aber nicht konform übertragen. Denn muss bedenken, dass Rentner ihre Beiträge zur Krankenversicherung selbst von ihrer Rente entrichten (wenn auch in geringerem Anteil), und so immerhin zum Teil für ihre gesetzliche Krankenversicherung selbst aufkommen. Resultierend aus all diesen Veränderungen auf dem Gebiet der GKV ist es nur logisch, dass die privaten Krankenversicherungen mehr und mehr Zuwachs in Bezug auf Ihre Mitgliederzahlen verzeichnen können.

Artikel gespeichert unter: gesetzliche Regelungen

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