Die kapitalbildende Lebensversicherung

19.März 2009

Eine kapitalbildende Lebensversicherung sichert in erster Linie das Leben des Versicherungsnehmers ab, wobei sie einerseits zur Ansparung von Kapital und somit der privaten Altersvorsorge und zeitgleich der Absicherung der Hinterbliebenen dient. Vom Prinzip her gleicht eine kapitalbildende Lebensversicherung dabei einem Sparbuch, denn während der Ansparphase bespart der Versicherungsnehmer die Police mittels regelmäßigen Beiträgen oder einer einmaligen Einzahlung. Im Erlebensfall erfolgt die Auszahlung dieses Guthabens dann in Form einer einmaligen Geldleistung oder als monatliche Rente an den Versicherungsnehmer, im Todesfall an eine oder mehrere begünstigte Personen. Dabei setzt sich die Ablaufleistung aus der vereinbarten Versicherungssumme, der garantierten Mindestverzinsung sowie möglichen Überschussbeteiligungen zusammen. In den meisten Fällen werden Lebensversicherungen allerdings über einen langen Zeitraum abgeschlossen und bedingt durch Veränderungen im persönlichen Umfeld des Versicherungsnehmers kann es notwendig werden, den bestehenden Lebensversicherungsvertrag zu ändern oder zu beenden. Der häufigste Grund für eine Vertragsänderung oder eine vorzeitige Beendigung besteht in finanziellen Engpässen oder einem kurzfristigen Liquiditätsbedarf, beispielsweise aufgrund einer Erkrankung, Arbeitslosigkeit, im Fall einer Scheidung oder um Schulden oder Kredite zu tilgen. Veränderungen des Vertrages sind im Regelfall in der Form möglich, dass eine verringerte Versicherungssumme oder eine verlängerte Laufzeit vereinbart wird, wodurch sich die Beitragshöhe senkt. Zudem ist es häufig möglich, eine Beitragsfreistellung zu beantragen, was bedeutet, dass der Versicherte keine Beiträge mehr einzahlt, der Versicherungsschutz bei entsprechend reduzierter Ablaufleistung jedoch bestehen bleibt. Entschließt sich der Versicherungsnehmer zu einer Kündigung des Versicherungsvertrages, zahlt die Versicherung den sogenannten Rückkaufswert aus. Dieser liegt allerdings im Regelfall insbesondere in der Anfangszeit deutlich unter der Summe der bereits einbezahlten Beiträge. Dies begründet sich damit, dass die Beiträge bei Beginn der Versicherung für die Deckung der Verwaltungskosten und Provisionen eingesetzt werden, zudem werden sehr häufig Stornokosten und andere versicherungstechnische Abzüge in Rechnung gestellt. Hinzu kommt, dass der ausbezahlte Rückkaufswert unter Umständen steuerpflichtig ist. Sinnvoller als eine Kündigung kann es daher sein, die Lebensversicherungspolice auf dem sogenannten Zweitmarkt zu verkaufen, denn durch einen Verkauf ergeben sich zwei Vorteile. Zum einen kann durch den Verkauf im Normalfall ein höherer Preis erzielt werden als im Rahmen des Rückkaufswertes ausbezahlt werden würde, wodurch sich die finanziellen Verluste reduzieren. Zum anderen bliebt der Todesfallschutz im Falle eines Verkaufs zumindest so lange erhalten, wie der Vertrag durch den Käufer fortgeführt wird. Allerdings kann nicht jede private Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt verkauft werden, denn für einen Verkauf müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Hierzu gehört, dass es sich nicht um eine fondsgebundene oder eine Direktversicherung handelt, die verbliebene Versicherungslaufzeit eine bestimmte Länge und der Rückkaufswert eine bestimmte Höhe aufweist. Ist ein Verkauf nicht möglich, kann es sinnvoll sein, ein sogenanntes Policendarlehen zu beantragen. In diesem Fall zahlt die Versicherung, vereinfacht erklärt, einen Teil der Versicherungssumme im Vorfeld aus

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