Monatsarchiv für Januar, 2012

Pflegeversicherung

In vielen Familien werden bedürftige Eltern oder Schwiegereltern oft privat versorgt. Bedingt durch das hohe Pflegeaufkommen und die dadurch benötigte Zeit, werden so aber meist die eigenen Interessen und Aufgaben zurückgestellt oder vernachlässigt. Dabei könnten sich viele Familien durch die Inanspruchnahme der Pflegeversicherung selbst entlasten und auch den pflegebedürftigen Personen eine professionelle Pflege zukommen lassen. Nach der Feststellung der Pflegebedürftigkeit können je nach Pflegestufe Leistungen von der Krankenkasse beantragt und von ambulanten Pflegediensten ausgeführt werden.

Die gesetzliche Versicherung deckt aber nicht alle Leistungen ab. Daher ist es nicht selten dass die Kinder und Schwiegersöhne oder -töchter zum Ausgleich der anfallenden Pflegekosten zur Kasse gebeten werden. Um diese Kosten erst gar nicht entstehen zu lassen, ist es ratsam, sich schon in jungen Jahren um eine private Pflegepflichtversicherung zu kümmern. Die privaten Versicherer bieten hierzu mehrere Möglichkeiten an die sich in 3 Arten einer Pflegezusatzversicherung einteilen lassen. Pflegetagegeld, Pflegekostenerstattung und Pflegerente sind die gängigsten Versicherungsmodelle und sollten nicht ohne professionelle Beratung werden.

Jedes dieser Modelle birgt selbstverständlich Vor- und Nachteile. Da die Versicherungen abgeschlossen werden, wenn noch kein Pflegebedarf besteht, ist es oft nicht möglich bestimmte Leistungen komplett abzudecken. Wichtig vor dem Abschluss privater Pflegeversicherungen ist das Einholen mehrerer Angebote um eine gewisse Transparenz über die Kosten und Leistungen zu erhalten. Da sich die privaten Versicherungen an der Pflegestufe orientieren, ist dies besonders wichtig. Die teuerste Variante mit den meisten Vorteilen ist hierbei die private Pflegerente, mit der sich bspw. auch problemlos eine 24 Stunden Pflege finanzieren lässt. Die Pflegerente wird je nach Pflegestufe bezahlt und nicht nach den in Anspruch genommenen Leistungen, die sonst separat abgerechnet werden müssen. Des Weiteren ist eine Kündigung mit anschließender Auszahlung sowie eine Beitragserhöhung für eine höhere Rente möglich.

jetzt kommentieren? 31. Januar 2012

Private Krankenversicherung für Akademiker

Eine private Versicherung für Akademiker wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel muss im Vorfeld der Gültigkeitsbereich bzw. Geltungsbereich, (Deutschland, Europa, Welt weit) geklärt werden. Des Weiteren muss geklärt werden, wer in eine solche private Krankenversicherung für Akademiker eintreten darf, denn der Gesetzgeber sieht hier eine klare Regelung vor, die es nicht jedem gestattet dort einzutreten.

Beitrittsberechtigung/Personenkreis

Zunächst einmal gilt eine Vorbehaltsklausel, das heißt, dass dort Menschen eintreten dürfen, die nicht der Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen. Dazu gehören folgende Berufs- und Menschengruppen: freiberuflich Tätige (wie z.B. Künstler, Journalisten und Landwirte), Selbstständige, Beamte und Anwärter auf diese Stellung, Arbeitnehmer mit mehr als drei Jahren Tätigkeit in einem Angestelltenverhältnis und Nicht selbst Berufstätige, die privat sich gemeinsam mit dem lversicherten Ehepartner versichern können müssen.

Die Leistungen einer privaten Akademiker Versicherung

Es liegt auf der Hand, dass diese Private Kasse auch mehr leistet als jede gesetzliche Versicherung. Aber gerade hier ist das Problem, denn der Versicherte muss selbst entscheiden, für welche Leistungen er sich versichern möchte. Davon alleine hängt nämlich der Leistungsumfang ab. Man könnte dies als Grundpaket mit Zusätzen verstehen, denn andererseits wird immer wieder betont, dass jeder, der in der privaten Krankenversicherung für Akademiker versichert ist, einen umfassenden Versicherungsschutz genießt.

Leistungsumfang

Zu den vermeintlichen Standardleistungen zählen die volle Erstattung von Medikamenten und Heilmitteln, Erstattung einer Heilpraktiker -Behandlung, freie Wahl des Krankenhauses und Chefarztbehandlung, freie Arztwahl bei niedergelassenen Ärzten; es erfolgt keine Zuzahlung bei Medikamenten und Heilmitteln, bei Zahnersatzmaßnahmen, was nicht bedeutet, dass man nur den Mindeststandard an Versorgung erhält, sonst wird die Leistug nicht eingeschränkt, Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen)werden erstattet, Vorsorgeuntersuchungen übernommen und z.T.erfolgt eine Erstattung von Heilmethoden oder alternativer Naturheilverfahren .
Das klingt verlockend und es drängt einen nach der Frage, wann ein Wechsel von der gesetzlichen Versicherung in diese spezielle private Krankenversicherung möglich ist.

Wann kann man wechseln

Sind sie freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, können Sie unter Einhaltung der dortigen Kündigungsfrist von 2 Monaten in die private Krankenversicherung für Akademiker wechseln. Problem: Kostenrückerstattung. Wenn man nun überraschend doch häufiger den Arzt aufsuchen muss, dann möchte man sein Geld dafür auch zurückbekommen (auch für Rezepte, Therapien etc.) Die Private Krankenversicherung für Akademiker ist an dieser Stelle vielleicht etwas schwach aufgestellt, denn es wird empfohlen, sich zu überlegen, welche Rechnungen man erst einmal selbst schultern kann und dann erst einmal Rechnungen möglichst bis zum Jahresende sammelt, damit man einige Monate Beitragszahlungen nachweisen kann, bevor man mit horrenden Summen in Forderung geht.

Abrechnungsmodalitäten zur Wahl für den Patienten

Der Patient kann auf zwei Arten abrechnen, entweder er kann es dem Arzt überlassen, direkt mit der Krankenkasse abzurechnen oder aber selbst die Kosten übernehmen, um sie sich dann erstatten zu lassen. Dabei läuft er in mehrerlei Hinsicht Gefahr zuviel zu zahlen.

jetzt kommentieren? 17. Januar 2012


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