Tagesarchiv für den 15. Dezember 2008

Lohnt sich im Alter ein Wechsel in die private Krankenversicherung?

In vielen Fällen gestaltet sich die Situation der Krankenversicherung im Laufe eines Erwerbslebens wie folgt: Zu Beginn der beruflichen Karriere ist die private Krankenversicherung für einen Akademiker meistens billiger, als die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Leistungsspektrum der privaten Krankenversicherung ist unbestritten besser. In einigen Fällen passiert es jedoch, dass der Beitrag zur privaten Krankenversicherung im Laufe des Arbeitslebens teuerer wird. Selbst die Option des Standardtarifes und der festgelegte Vorsorgezuschlag bieten keine langfristige Gewähr für einen gleich bleibenden Versicherungsbeitrag. Vor allem bei privat Krankenversicherten, die über 65 Jahre sind, werden die Beiträge zu einem Problem. Denn der Standardtarif ist zwar der preiswerteste den die privaten Krankenversicherungen anbieten, aber die Leistungen sind entsprechend dürftig. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung interessiert die privaten Krankenversicherungsträger nicht die Einkünfte der Rentner, welche bei ihr versichert sind. Das Einkommen wird im Ruhestand zur Rente. Diese fällt weniger hoch aus, als der Lohn oder das frühere Gehalt. Trotzdem bleiben die Beiträge zur privaten Krankenversicherung gleich. Von den Rentenversicherungsträgern wird zwar ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt, dieser macht aber nicht mehr als 100 Euro im Monat aus. Für den privat Krankenversicherten wird im Alter die Krankenversicherung zu einer finanziellen Belastung. Ein Problem dabei ist, dass viele Versicherte erst sehr spät in die private Krankenversicherung wechselten. Manche sogar erst ab 50 Jahren. Meistens wurde ein Versicherungsschutz mit hochwertigen Leistungen abgeschlossen. Dazu zählen die Unterbringung im Einbettzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt, oder ein Tarif der keinen Selbstbehalt vorsieht. Im Alter steigen diese Tarife überproportionale an. Hier können schon bei Vertragsabschluß mit der entsprechenden Umsicht, hohe Versicherungsbeiträge im Alter präventiv vermieden werden. Besonders ältere Versicherte werden bei einem Wechsel in die  private Krankenversicherung mit Risikozuschlägen versehen. Ältere Menschen weisen oft mehr Vorerkrankungen auf, als jüngere Versicherungsnehmer. Mit jeder Beitragserhöhung erhöhen sich auch diese Zuschläge. Vor allem Versicherungsgesellschaften, deren Mitglieder ein hohes Durchschnittsalter aufweisen, erhöhen regelmäßig ihre Beiträge.

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